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Newsletter #6: Neu! TV mit Aufnahme-(!) und funktionierender (!!) Pausentaste

Revue
 
Wir sind umgeben von Bildschirmen. Einen habe ich mir vor einem Jahr gekauft: Der Fernseher sollte ne
 

Newsletter: Ein Gedanke, eine Mail

3. November · Ausgabe #6 · Im Browser ansehen
Mein Motto: Einfach machen. 🚀 Du erhältst von mir in diesem Newsletter Anmerkungen und Hinweise zu Bemerkenswertem in der digitalen Welt – aber fokussiert: ein Gedanke, eine Mail. Lieferrhythmus dann und wann.

Wir sind umgeben von Bildschirmen. Einen habe ich mir vor einem Jahr gekauft: Der Fernseher sollte neben Streaming von Netflix und Co. auch das althergebrachte TV ermöglichen. Nur konnte er dabei eins nicht: das Live-Bild anhalten. Und das im Jahr 2018. Die funktionslose Pausentaste ist Programm – und überwindbar.

Schlanke Fernbedienung – doch die Pausentaste rechts funktioniert nicht.
Auf Abenteuerreise durch die Menüführung
Zu den Merkwürdigkeiten des modernen digitalen Lebens gesellt sich eine Spezialfernbedienung, die für den Samsung-Fernseher UE55MU6179UXZG erhältlich ist. Also, nicht die schlanke mitgelieferte Bedienung R-NZ, die – so liest man bei gelegentlichen Abenteuerreisen durch die Menüführung des Fernsehers –, per Sprache bedienbar sein soll und dafür auf die offenbar lästigen Kanaltasten 1 bis 9 und 0 verzichtet.
Ich meine die Fernbedienung HbbTV4You. Nur mit ihr entfaltet der olle Samsung seine volle Funktionalität.
Dabei ist der Fernseher schon im Auslieferzustand ein rechter Tausendsassa:
  • Der Üfünfundfünzig-Muhsechstausendeinhundertneundundsiebzig-Uxzettgeh kann Videos in nie gekannter Auflösung darstellen;
  • per Ethernetkabel Filme von Netflix oder Amazon aus dem Internet abspielen;
  • die Mediatheken von ARD, ZDF und vom heimischen NAS-Server ansteuern.
  • Die Spotify-Musikbibliothek ist eine nur dreiminütige Passworteingabe entfernt (auf der Fernbedienung muss man sich halt etwas aufwendiger durch die visualisierte Buchstabentastatur navigieren).
  • Interessant auch die „besonders hohen Schwarzwerte“. Wäre Tiefschwarz nicht besser?
Immerhin lässt sich mal nachschauen, was andere der Familie so auf Netflix glotzen und in welchen Filmen sie abgebrochen haben, wenn man sich bei der Frage „Wer schaut gerade“ verwählt. Upps.
Was halt nicht funktioniert: die Pausentaste. Der Fernseher ist zwar einer der modernsten im Pixelzeitalter. Ultra-HD 4K, Energieeffizenzklasse A, DLNA, Bluetooth, Du verstehst. Und auch der Ton klingt anfangs zwar wie aus der Blechbüchse, aber für einen kleinen Aufpreis von 146,99 Euro gibt’s immerhin eine Soundbar M360 samt Surround-Sound-Expansion, Bluetooth, Wuhfer und zusätzlicher extra schlanker Fernbedienung AH-59. Da stimmt dann zumindest der Ton. Und in acht von zehn Fällen kann man auf die Zweitfernbedienung für die Soundbar verzichten, denn die von Samsung haben die Soundbar fast Apple-like über die Erstfernbedienung ansteuerbar gemacht. Donnerknispel.
Diagnose 1: Da fehlt der Aufnahmespeicher
Nur fürs Einfrieren der laufenden Sendung ist der Fernseher nicht freigeschaltet. Klar, denkst Du als Technikexperte, fehlt ja auch der Aufnahmespeicher. Haben sie bei Samsung wohl eingespart. Also installierst Du nach und nach
  • einen USB-Stick,
  • ein USB-Laufwerk,
  • ein Netzwerklaufwerk. Es nützt nichts: Der 549 Euro teure Fernseher ist ein moderner Computer mit Pausentaste und kann dennoch keine Sendungen aufnehmen oder anhalten.
Eine Google-Suche später wird klar: Dieser Üfünfundfünzig-Muhsechstausendeinhundertneundundsiebzig-Uxzettgeh kostet 549 Euro, weil er exakt diese Funktion nicht hat. Mit dieser Funktion käme ein anderer Samsung in Betracht: der Üfünfundfünzig-Muhsechstausendvierhundertneunundvierzig-Uxzettgeh. Kostenpunkt: 839 Euro. Das sind 270 Punkte Differenz in der Typenbezeichnung und 290 Euro Unterschied im Portemonnaie.
Hässlich zwar, aber auch nur für den einmaligen Gebrauch.
Diagnose 2: Es gibt ein verstecktes Bedienmenü
Dafür habe ich diese Fernbedienung gefunden. Mit der nicht anders als hässlich zu bezeichnenden HbbTV4You schaltest Du ein verstecktes Bedienmenü auf dem Samsung frei, tippst ein paar Tasten in der richtigen Reihenfolge. Das dauert keine zwei Minuten. Und schon kann der Samsung plötzlich aufnehmen, anhalten, Aufnahmen planen. Kostenpunkt 29 Euro. So günstig ist kein Videorecorder. Das Stück Plastik hat dann seine Schuldigkeit getan, landet im Müll oder auf dem Olymp der seltenst-benutzten Tastaturen. Oder bei Ebay.
Die einzige Sorge widmet sich nun der Update-Funktion im verjüngten Samsung: Werksseitig telefoniert der immer mal wieder nach Hause und holt sich eigenständig Updates für seine eingebauten Apps aus dem heimischen Store. Vielleicht schaltet das nächste Update die Aufnahmefunktion wieder ab?
Diese Funktion lässt sich glücklicherweise abschalten. Man nehme dafür: die mitgelieferte Erstfernbedienung.
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